Stolz & Eigensinn | Filmvorführung mit Regisseur Gerd Kroske in Oldenburg
Frauenansichten aus Großbetrieben eines Landes DDR, das es nicht mehr gibt. 30 Jahre später blicken die Frauen zurück. Was war einst gewonnen, was ist verloren?
Deutschland unmittelbar nach der Wende: Frauen aus den ehemaligen Industriegroßbetrieben der DDR erzählen mit heute überraschender Selbstverständlichkeit über sich und die persönlich erlangte Unabhängigkeit durch ihre Arbeit. Selbstbewusst und emanzipiert teilen sie ihr Erstaunen darüber, dass nach der Wende plötzlich nur noch Männer ihre Arbeiten machen sollen. Sie erzählen auch von den einstigen Utopien, die es heute nicht mehr gibt.
Auf alten Videobändern aus den Beständen des einzigen Piratensenders der DDR, des Leipziger KANAL X, sind die Interviews erhalten. Über 30 Jahre später hat Gerd Kroske diesen filmischen Schatz aus dem Archiv geborgen und die Arbeiterinnen von damals wiedergefunden.
„Stolz und Eigensinn“ ist eine mediale Einkreisung, die eine Lücke schließt und Frauen porträtiert, die sich ihren Stolz und Eigensinn bis heute bewahrt haben. Was wurde einst gewonnen? Was ist verloren? Was ist geschehen?
Stolz & Eigensinn – Filmvorführung
Donnerstag, 5. November 2026, 19:00 Uhr
Städtisches Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Oldenburg
Klassenverhältnisse
D, 2025, 113 Min., Regie: Gerd Kroske
Zu Gast: Regisseur Gerd Kroske
Ausblick: Der zweite Teil der Filmreihe findet am 9. Dezember mit dem Film „Jeder Acker – Jede Fabrik“ statt. Zu Gast sind Regisseur Johanna Schellhagen und Marco Bauer.
Die Veranstaltung findet in pädagogischer Verantwortung des Vereins Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. statt und wird aus dem VNB-Fördertopf „Wir gestalten Demokratie. Gemeinsam & vor Ort. Weil Zukunft nur gemeinsam wächst“ gefördert.
Infos und Kontakt unter folgendem Link: filmriss-oldenburg.de

