Veranstaltungsdetails

Solidarität mit Queers in Uganda!

Seit 2023 sind viele homosexuelle Sexualkontakte in Uganda nicht mehr nur strafbar, sondern auch mit der Todesstrafe bedroht. Queeren Aktivist*innen oder Menschen, die wissentlich ein Haus an queere Menschen vermieten, drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Diese von US-Evangelikalen durch zahlreiche Kampagnen unterstützte Gesetzesverschärfung fand in einem queerfeindlichen Klima statt, das sich immer weiter verstärkt. Viele queere Menschen sind sowohl im öffentlichen Raum als auch in Familie und sozialem Umfeld oft von massivsten Gewaltformen betroffen, die sie nicht einmal anzeigen können. Sie werden oftmals aus Gesundheits-, Bildungs- und anderen Systemen ausgeschlossen und sind so häufiger als der Durchschnitt von Krankheit, Arbeits- und Wohnungslosigkeit sowie Hunger und psychischer Belastung betroffen.
Durch die Einstellung des Hilfsprogramms „US-Aid“ durch die Trump-Regierung fehlen nun zusätzlich Geld für Essen und der Zugang zu HIV-Medikamenten. Zugleich gewinnen queerfeindliche evangelikale Gruppen weiter an Einfluss und befeuern die auch durch koloniales Gedankengut in Uganda bei vielen Personen tief verankerte religiöse Queerfeindlichkeit weiter.
In dieser schwierigen Lage leisten queere Aktivist*innen herausragende Arbeit und organisieren Safe und Social Spaces, Schlafplätze, medikamentöse und psychotherapeutische Versorgung, Nahrung und vieles mehr.
Im Seminar wird Jay Mulucha von der ugandischen NGO Fem Alliance von den aktuellen Lebensbedingungen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen in der Selbstorganisation berichten.
Zoe Luginsland gibt anschließend einen Einblick in die Ideologie queerfeindlicher evangelikaler Gruppierungen und der Rolle der USA für die weltweite Verbreitung dieser Ideologie – in Uganda und auch in Deutschland.

Nach diesen inhaltlichen Inputs zeigen die Veranstaltenden eine Zusammenstellung zahlreicher Möglichkeiten, Queers in Uganda durch Spenden und verschiedene Fundraising- Aktionen einmalig oder dauerhaft zu unterstützen.

Die Veranstaltung bietet Raum für Fragen und Austausch.

Referent*innen:
Jay Mulucha (er/ihm), Präsident der ugandischen NGO Fem Alliance, die das Safe House betreibt und zahlreiche andere Projekte durchführt, Menschen- und trans*-Rechte-Aktivist, ehemaliger Profi-Basketballer und internationaler Redner.
Zoe Luginsland (sie/they) ist Teil des transfeministischen Bündnis Selbstbestimmung Selbstgemacht und dem Recherchekollektiv FundiWatch. Sie arbeitet journalistisch und akademisch zu den Rechten von Trans*Leuten und Sexarbeiter*innen und ist mit einer transfeministischen Aktivistin aus Uganda verheiratet. Mit SBSG arbeitet sie an einer Solidaritäts-Bewegung für die Betroffenen des Anti-Homosexuality-Acts.

Datum:
Mi. 21.10.2026, 17-19 Uhr

Kosten:
Die Teilnahme ist kostenfrei

Ort:
Online über zoom. Der Link wird ca. 1 Woche vor der Veranstaltung per E-Mail vereschickt. 



Hinweise:
* Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt; wenn notwendig werden die englischen Beiträge mündlich übersetzt.
* Thematisierung von massiver Gewalt
* Hausrecht: Wir legen sehr viel Wert auf ein respektvolles Miteinander. In diesem Sinne behalten wir uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen die Veranstaltungen stören, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
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Veranstalter:
Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V.

Diese Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln der Bingo-Umweltstiftung Niedersachsen finanziert. (Logo Bingo-Stiftung)




 

 
Zielgruppe: interessierte Personen
Zeitraum: 21.10.26, 17:00 Uhr bis 21.10.26 19:00 Uhr
Buchbar bis 21.10.26
Seminarnummer: CPD-23025
Link zur Anmeldung

Kostenfrei

Ort:

Online-Seminar über Zoom

37073 Göttingen