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Details zur Veranstaltung

"Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel" (SuGiS)

Die Ausstellung SuGiS verbindet die Vielfalt der Kulturen mit der Vielfalt der Geschlechter und Sexualitäten. Sie zeigt historische wie kulturelle Unterschiede und Verbindungslinien zwischen den jeweiligen Vorstellungen und Bewertungen von Geschlechtern und Sexualitäten. Der Vortrag bietet dazu eine erste Vertiefung aus Sicht postkolonialer Forschung.
Der von der Ausstellung SuGiS gespannte Bogen von der europäischen Antike bis zur queeren Gegenwart zeigt einerseits, wie fremd auch die eigene Kultur und Geschichte sein kann. Blicke über den westlich-europäischen Tellerrand z.B. nach Afrika oder Asien zeigen andererseits eine „andere“ geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als die Selbstdefinitionen LSBTIQ* (lesbisch, schwul, bi*, trans*, inter*, queer) und stellen diese in einen historischen und kulturellen Rahmen.

Der Vortrag führt dazu vertiefend aus, wie Geschlecht und Sexualität meist noch aus einer Perspektive betrachtet werden, die europäische Vorstellungen zum Maßstab macht. So wird etwa die sexuelle Vielfalt als ein Zeichen für Fortschritt gedeutet, den die Länder des globalen Südens auch erreichen sollten. In Vergessenheit gerät dabei zum einen, dass sexuelle Handlungen und Geschlechtskonzepte von Land zu Land sehr unterschiedlich sein können. Zum anderen wird die postkoloniale Gewalt ignoriert, die dafür gesorgt hat, dass sich europäische Vorstellungen zu Sexualität und Geschlecht durchsetzen konnten und dabei gleichzeitig als modern eingeordnet wurden und werden. Eine postkoloniale Untersuchung deckt diese Gewalt auf, während „kontrapunktische“ Perspektiven dazu beitragen, die globale Vielfalt hörbar zu machen.
Zielgruppe: Interessierte Erwachsene
Zeitraum: 19.05.21, 17:30 Uhr bis 19.05.21 20:00 Uhr
Kosten:
Kostenlos: Keine Angabe
Buchbar bis 19.05.21
Seminarnummer: DAT-15258

Ort:

Online-Seminar über Zoom
Nikolaistraße 1c
37073 Göttingen
Link zur Anmeldung


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