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Bericht: Gutes Leben – für Alle! Politik für einen zukunftsfähigen Landkreis | Podiumsdiskussion | Twistringen

Mit erneuerbarer Energie und intelligenter Mobilität den Landkreis zukunftsfähig machen!

Kreistagspolitiker*innen im Dialog mit Bürger*innen

Wie kann der Landkreis Diepholz die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und zugleich dafür sorgen, dass die Menschen auch in sozialer Hinsicht im Landkreis ein gutes Leben führen können? Welche Ansätze gibt es hierzu im Landkreis, welche Ideen für zukünftige Maßnahmen?

Dies waren die Fragen, zu denen die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen, die Volkshochschule im Landkreis Diepholz und der Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen fünf Kreistagspolitiker*innen eingeladen hatte. Kristine Helmerichs von Bündnis 90 / Die Grünen, Marcel Scharrelmann von der CDU, Hermann Schröder von der Freien Wählergemeinschaft im Landkreis Diepholz, Stefan Schanznig von der FDP und Wiebke Wall von der SPD stellten sich den Fragen der Veranstalter*innen sowie von ca. 30 Bürger*innen.

Die Politiker*innen machten deutlich, dass der Landkreis eine gute Grundlage in Bezug auf CO2-Einsparungen hat. Dazu tragen die geschützten Moore bei, ebenso wie die Erzeugung regenerativer Energie, insbesondere durch Windkraft. Zudem wurden schon vielfältige Maßnahmen im Bereich der Energieeinsparung bzw. – erzeugung bei kommunalen Gebäuden ergriffen. Aus dem Publikum wurde dennoch nach einer umfassenden Klimaschutzstrategie gefragt und ein Klimaschutzmanager eingefordert, um Ziele und Maßnahmen zu konkretisieren. Wichtig sei es, jede Entscheidung im Landkreis in Bezug auf „Enkeltauglichkeit“ zu überprüfen.

Mit dem Thema „bezahlbares Wohnen“ wurde die Verwobenheit sozialer und ökologischer Seiten der Nachhaltigkeit thematisiert. Angesichts der Problematik zunehmender Flächenversiegelung wurde deutlich, dass die Antwort nicht einfach „mehr bauen“ lauten kann. Auch das Thema Mobilität ließ keine einfachen Antworten zu. So wurde darüber diskutiert, ob es überhaupt ein sinnvolles Ziel sein kann, auch die entlegensten Orte im Landkreis mit Bus und Bahn zu verbinden, oder ob es nicht eher darum geht, hier den Individualverkehr „zukunftstauglich“ zu machen und den ÖPNV sowie Carsharing-Angebote in den größeren Orten auszubauen.

Klar wurde: der sozial-ökologische Umbau im Sinne der Nachhaltigkeit braucht den Dialog zwischen Politik und Bürger*innen. – Ein wichtiges Aufgabenfeld für die Erwachsenenbildung im Landkreis.