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„Können wir die Fortbildung auch online machen?“

Der Kalender war voll und doch fanden wir gemeinsam mit dem Referenten Henning Wörtzel-Heber vom ABC Tagungshaus in Hüll eine Lücke. Es sollte eine Fortbildung zum Thema „Politische Barcamps – von der Idee zur Umsetzung“ stattfinden. Barcamps haben weniger etwas mit der Bar ans sich zu tun und auch das Zelt darf zu Hause bleiben. Es handelt sich um ein partizipatives Format, in dem die Teilnehmenden einer Veranstaltung selbst zu Referent*innen – sogenannten Teilgeber*innen – werden können, in dem sie Sessions zu ihren Fragestellungen und Themen anbieten und sich alle anderen spontan den angebotenen Sessions zuordnen. Ein innovatives Konzept!

Doch die geplanten Veranstaltungen fielen nach und nach der Corona-Pandemie zum Opfer und so wurde auch diese Fortbildung gestrichen. Dann kam Henning Wörtzel-Heber auf uns zu und machte den Vorschlag, das Ganze im virtuellen Raum umzusetzen. Schon lange standen Web-Seminare auf unserem To Do Zettel und nun bot sich aus der Not heraus die Gelegenheit, es endlich auch zu wagen.

Wir starteten erneut die Akquise und hatten binnen kürzester Zeit 33 Anmeldungen. Viel zu viele für eine Fortbildung? − Ja, eigentlich schon. Allerdings richteten wir uns darauf ein, dass mindestens 40 Prozent das kostenlose Angebot doch nicht wahrnehmen würden – die sogenannte „No-Show-Rate“. Wenn der Raum voll ist, dann kann die Gruppe mühelos durch wenige Mausklicks in kleinere geteilt werden, und so sollte es sein. Es nahmen schließlich 29 Personen an der Fortbildung teil.  Wir erreichten mehrheitlich Personen (darunter auch viele Kooperationspartner*innen) aus Niedersachsen, aber auch vom Bodensee, aus Hessen oder Berlin waren Interessierte dabei. Aus dem 7-stündigen Präsenzangebot wurde ein 4-stündiges mit mehreren kleinen Pausen. Nach einer inhaltlichen Einführung führten wir ein Mini-Barcamp durch, sammelten Sessions zu den Themen “digitale Bildungsformate” oder “Herausforderungen des Homeoffice” und tauschten uns über unsere digitalen Erfahrungen aus .

Was nehmen wir mit? Es lohnt sich die Überlegung, Präsenzangebote zu digitalisieren. Eine 1:1 Übersetzung im zeitlichen und inhaltlichen Sinne ist nicht zu empfehlen. Unbedingt ausreichend (Kaffee-)pausen einplanen. Es einfach auszuprobieren, denn hier gilt definitiv: „learning by doing“.

Franziska Wolters (Pädagogische Mitarbeitende, Geschäftsstelle Hannover)
0511-1235649-14
franziska.wolters@vnb.de

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