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Details zur Veranstaltung

Was ist nachhaltiger als Kinder? 6. Göttinger Legasthenie- und Dyskalkuliekongress

Anliegen des Kongresses ist es wieder, wissenschaftliche, pädagogische, medizinische, juristische und bildungspolitische Aspekte des Themas in Form von Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussion zu beleuchten.
Am 19. und 20. Oktober werden sich zahlreiche betroffene Eltern, TherapeutInnen, LehrerInnen und andere Interessierte in der Neuen IGS Weende in Göttingen zum 7. Göttinger Legasthenieund Dyskalkuliekongress treffen. Als LeserIn dieser Broschüre sind Sie herzlich dazu eingeladen. Ungefähr jedes 20. Kind ist von Dyskalkulie und / oder Legasthenie betroffen. Beides kann durch weiterführende Unterstützung soweit kompensiert werden, sodass diesen Kindern später alle beruflichen Möglichkeiten offenstehen. Geeignete therapeutische Maßnahmen sind eine gesellschaftliche Verpflichtung gegenüber den Betroffenen. Unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, auf die späteren beruflichen und wissenschaftlichen Fähigkeiten dieser Kinder zu verzichten. Es ist erwiesen, dass Kinder mit Lernstörungen später signifikant häufiger sozial auffällig werden, wenn sie keine angemessene Unterstützung in Form von Therapie und Nachteilsausgleich in Schule und Ausbildung erhalten haben. Auch vier Jahre nach Übergabe des Göttinger Appells schieben sich Bund, Länder und Kommunen diese Verpflichtung aus Kostengründen weiterhin gegenseitig zu. Oftmals erhalten nur die Kinder die erforderlichen Hilfen durch private Finanzierung, deren Eltern bereit und in der Lage dazu sind. Denn für alle anderen steht vor der Therapie die riesige Hürde der „gefährdeten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“. Praktisch müssen diese Kinder erst schwere seelische Störungen aufweisen, damit sie eine Lerntherapie bewilligt bekommen.

Deshalb fordern wir weiterhin:
:: eine grundlegende Änderung der Gesetzgebung innerhalb des § 35a KJHG (SGB 8), Teil 2. Eine Teilhabegefährdung besteht bei jedem Kind, welches nach ICD-10 unter einer Teilleistungsstörung leidet,
:: ein Anrecht auf eine Therapie für alle betroffenen Kinder, gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes, :: eine ebenfalls aus Artikel 3 Grundgesetz resultierende gesetzliche Verankerung zur Gewährung von Nachteilsausgleich in Schule, Ausbildung und Studium, wie sie längst durch Gerichtsurteile festgelegt ist,
:: eine qualifizierte Ausbildung für LerntherapeutInnen im Rahmen öffentlicher Hochschulen / Fachhochschulen und der dazu gehörigen staatlichen Anerkennung,
:: eine Aufnahme von Legasthenie- und Dyskalkulietherapien für Erwachsene in den Maßnahmenkatalog der Arbeitsagentur.

Diese Forderungen an Staat und Gesellschaft lassen sich auch in wenigen Worten zusammenfassen:
:: Angemessene Therapie für alle Betroffenen und
:: Nachteilsausgleich in Schule und Ausbildung

Dieser Kongress bietet wieder vielfältige Informationen rund um die Themen Legasthenie/ Dyskalkulie für Eltern, LehrerInnen, LerntherapeutInnen und alle anderen Interessenten. Davon können sie sich mit einem Blick auf die ca. 30 Angebote an Vorträgen und Workshops selber überzeugen.

Besondere Höhepunkte sind:
:: Der Eröffnungsvortrag am Freitagnachmittag von Herrn Prof. Dr. Werner Stoye, „Gedanken zum Anfang des Rechnenlernens“.
:: Der Plenumsvortrag am Freitagabend von Herrn Dr. Arndt Wilcke zur Genetik der Legasthenie. :: Der Vortrag am Samstag früh von Herrn Prof. Dr. Tiemo Grimm zu Ursachen und Folgen der Legasthenie.

KONGRESSPROGRAMM

Freitag, 19.10.2018
16.00 Uhr Begrüßung
16.15 Uhr Eröffnungsvortrag Prof. Dr. Werner Stoye
17.45 Uhr Workshops Block 1
20.00 Uhr Vortrag Dr. Arndt Wilcke

Samstag, 20.10.2018
9.00 Uhr Eröffnung Tag 2
9.15 Uhr Vortrag Prof. Dr. Tiemo Grimm
11.00 Uhr Workshops Block 2
12.45 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Workshops Block 3
16.00 Uhr gemeinsamer Abschluss des Kongresses

Bitte beachten Sie, dass Sie pro Workshopblock nur einen Workshop buchen können. Anmeldung über unten stehenden Anmeldebutton oder unter www.lrs.vnb.de

Anmerkung vom 11.10.18: Bitte beachten Sie, dass einige Workshops aus organisatorischen und anderen Gründen bereits abgesagt wurden und im Anmeldeverlauf nicht mehr verfügbar sind. Wir bitten dafür um Verständnis.

Im Tagungsbeitrag ist folgendes, durch den Fachdienst Küchenbetriebe bereitgestelltes, Verpflegungsangebot enthalten:
Freitagnachmittag: Kaffee, Tee, Wasser, Kuchen, Snacks
Samstagmorgen: Kaffee, Tee, Wasser, Belegte Brötchen
Samstagmittag in der Mensa Neue IGS: Gulaschsuppe mit Brötchen, Kartoffel-Möhrensuppe
mit Brötchen (vegetarisch), Obst, Wasser
Samstagnachmittag: Kaffee, Tee, Wasser, Kuchen, Snacks
Zielgruppe: Zielgruppe sind betroffene Eltern, Therapeut_innen, Pädagog_innen, zuständige Politiker_innen und alle anderen, die sich mit diesem Thema privat oder beruflich befassen.
Zeitraum: 19.10.18, 16:00 Uhr bis 20.10.18 16:00 Uhr
Kosten:
Tagungsbeitrag (inkl. Verpflegung): 100,00 EUR
BVL-Mitglieder (inkl. Verpflegung): 90,00 EUR
Schüler_innen und Studierende (inkl. Verpflegung): 60,00 EUR
Buchbar bis 19.10.18
Seminarnummer: CMD-11617

Ort:

NEUE IGS GÖTTINGEN
Theodor-Heuss-Straße 25
37075 Göttingen
Link zur Anmeldung


 

 

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